4. Inklusionslauf Aschaffenburg
06.Okt. 2024

Da meine Physiotherapeutin an diesem Tag verhindert war, fragte ich Sabine Eichler, ob sie Lust hätte, mit mir zu laufen, und organisierte gleich die Anmeldung. Ich informierte mich über die Strecke und die Kilometeranzahl – ein ganzes Stück, das ich bisher noch nicht gelaufen war! Bergauf, bergab – das würde anstrengend werden. „Schaffe ich das?“ fragte ich mich. Aber eines war klar: Ich will ins Ziel laufen!

Mit meinem „Miststück“ – also einer kleinen Planänderung – war die Sache entschieden. Keine Frage, Sabine war dabei, und sie freute sich, als ich sie fragte. Auch wenn sie zweifelte, ob wir es gemeinsam schaffen würden – klar! Gemeinsam schaffen wir das, und so ging es ab nach Aschaffenburg.

Wir starteten gemeinsam mit allen anderen vom Club 82. Schon vor dem Start war die Stimmung so herzlich und liebevoll. Jeder hatte sein Handicap, aber alle freuten sich darauf, gemeinsam zu laufen, zu rollen, zu rennen – und vor allem zu lachen.

Wir bewältigten 3,6 km gemeinsam, doch die letzten 200 Meter wollte ich unbedingt zu Fuß ins Ziel laufen – mit meinem Roboter. Sabine und ich absolvierten zunächst den regulären Lauf im Rollstuhl und zu Fuß, holten dann das „gewisse Etwas“ aus dem Auto. Ich schnallte es mir in der Tiefgarage an, fuhr mit dem Aufzug nach oben und ging über die Straße und das Kopfsteinpflaster am Schlossplatz gemeinsam ins Ziel.

Menschen klatschten, jubelten und feuerten uns an. Die letzten Meter wurde ich sogar von Aschaffenburgs Bürgermeister Jürgen Herzing ins Ziel begleitet. Im Ziel angekommen, erhielt ich persönlich eine Medaille und eine Umarmung – geschafft! Eine großartige Erfahrung, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gemacht habe.

Für mich war es eine tolle persönliche Herausforderung. Ich bin stolz, diese gemeinsamen Schritte mit lieben Menschen gegangen zu sein.

Bis zum nächsten Mal!